Weniger Energie, mehr Klimaschutz: Grüner Beton für grüne Mobilität im Werk Cottbus

22.11.2022

Neu­es ICE-Werk Cott­bus: Voll im Zeit­plan

Roh­bau der ers­ten Werks­hal­le na­he­zu fer­tig № DB ver­wen­det be­son­ders kli­ma­freund­li­chen Bau­stoff № In­no­va­ti­ve Tech­no­lo­gie des Cott­bus­ser Star­tups So­no­cre­te spart bis zu 30 Pro­zent CO2 und 30 Pro­zent En­er­gie

Die Deut­sche Bahn (DB) liegt beim Bau des neu­en In­stand­hal­tungs­werks für ICE4-Züge in Cott­bus wei­ter im Zeit­plan. Die letz­ten Dach­s­tützen wer­den in die­sen Ta­gen mon­tiert. Im De­zem­ber be­gin­nen be­reits die Fas­sa­den­ar­bei­ten. Über den Bau­fort­schritt ha­ben heu­te Alex­an­der Kacz­marek, DBKon­zern­be­voll­mäch­tig­ter für Ber­lin, Bran­den­burg und Meck­len­burg-Vor­pom­mern, und Hen­drik Fi­scher, Staats­se­kre­tär im Mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Ar­beit und En­er­gie in Bran­den­burg, auf der Bau­stel­le in­for­miert.

Beim Bau ver­wen­det die Deut­sche Bahn erst­mals kli­ma­freund­lich her­ge­stell­ten und da­mit „grünen“ Be­ton. Die Her­stel­lung die­ses Bau­stoffs ver­ur­sacht bis zu 30 Pro­zent we­ni­ger CO2-Emis­sio­nen. Auch der En­er­gie­ver­brauch sinkt um fast 30 Pro­zent. Der Be­ton wird für wich­ti­ge Fer­tig­tei­le ver­wen­det, bei­spiels­wei­se die Stützen und Tei­le der Dach­kon­struk­ti­on. Auch die zwei­te Hal­le soll mit die­sem Be­ton ge­baut wer­den.

Hen­drik Fi­scher, Staats­se­kre­tär im Mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Ar­beit und En­er­gie in Bran­den­burg: 

„Das In­stand­hal­tungs­werk ist ei­nes der wich­tigs­ten Struk­tur­wan­del-Pro­jek­te der Lau­sitz hin zu ei­nem Stand­ort für in­no­va­ti­ve Tech­no­lo­gi­en. Die DB setzt bei die­sem Groß­pro­jekt in vie­len Be­rei­chen erst­mals auf völ­lig neue Ver­fah­ren. Auch beim Bau des Werks wer­den neue kli­ma­freund­li­che Ma­te­ria­li­en wie der so­ge­nann­te „grüne Be­ton“ ein­ge­setzt. Hier ist es den Pro­jekt­part­nern aus Bran­den­burg, Sach­sen und Hes­sen ge­lun­gen, eine Zu­kunfts­tech­no­lo­gie in ei­nem knap­pen Jahr vom La­bor in die Pra­xis zu über­führen. 

Das ist ein sicht­ba­res Bei­spiel für die Krea­ti­vi­tät im Wirt­schafts­stand­ort Bran­den­burg - ein Bei­spiel für die Rich­tung des Struk­tur­wan­dels. Wir freu­en uns, dass mit So­no­cre­te ein Lau­sit­zer Un­ter­neh­men am Bau der Hal­le be­tei­ligt ist.“

Alex­an­der Kacz­marek, DB-Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ter für Ber­lin, Bran­den­burg, Meck­len­burg-Vor­pom­mern:

„Das neue Bahn-Werk setzt Maß­stä­be, beim Bau­tem­po, beim The­ma In­no­va­ti­on, beim En­er­gie­ver­brauch und Kli­ma­schutz. Man kann täg­lich zu­gu­cken, wie das Werk wächst. Wir ha­ben hoch en­ga­gier­te Part­ner, de­nen die­ses nach­hal­ti­ge, weg­wei­sen­de Pro­jekt des Struk­tur­wan­dels für die Lau­sitz ge­nau­so am Her­zen liegt wie uns. Ge­mein­sam mit ei­nem Star­t­up aus der Re­gi­on set­zen wir eine nach­hal­ti­ge In­no­va­ti­on in ei­nem Groß­pro­jekt um. 

Ein ech­ter Bei­trag zum spar­sa­men Um­gang mit En­er­gie und Bau­stof­fen so­wie ei­ner deut­li­chen Sen­kung der CO2-Emis­si­on. Mit der Stär­kung der Bahn wol­len wir für die Men­schen in der Re­gi­on da sein, leis­ten ei­nen Bei­trag für nach­hal­ti­ge Mo­bi­li­tät und den Kli­ma­schutz und bie­ten si­che­re, hoch­mo­der­ne Ar­beits­plät­ze.“

© DB AG / Filmart GmbH, Christian Horn

Das Ver­fah­ren, mit dem der Be­ton kli­ma­freund­lich wird, hat das Un­ter­neh­men So­no­cre­te aus Cott­bus ent­wi­ckelt. Bei die­sem Ver­fah­ren ent­hält der Be­ton we­ni­ger Ze­ment als üblich. Das spart CO2, weil ge­ra­de die Her­stel­lung von Ze­ment gro­ße Men­gen des Kli­ma­ga­ses frei­setzt. Da­mit der grüne Be­ton am Ende die­sel­ben Ei­gen­schaf­ten be­sitzt wie kon­ven­tio­nel­ler Be­ton, nutzt So­no­cre­te eine spe­zi­el­le Ul­tra­schall­tech­no­lo­gie. Die Be­ton­tei­le erfüllen da­mit alle An­for­de­run­gen an Sta­bi­li­tät und Fes­tig­keit.

Mög­lich wur­de der Ein­satz des neu­en Her­stel­lungs­ver­fah­rens durch die enge Ko­ope­ra­ti­on der Bau­fir­men, die für die­ses Pro­jekt in ei­nem ei­ge­nen Ver­trag ver­ab­re­det wur­de. Her­ge­stellt wer­den die Be­ton­fer­tig­tei­le von der Hentsch­ke Bau GmbH in Baut­zen. Der Haupt­part­ner der DB für das neue Werk in Cott­bus ist die Wayss & Frey­tag In­ge­nieur­bau AG. Es ist das ers­te Pro­jekt von So­no­cre­te, bei dem das Ver­fah­ren in die­sen Di­men­sio­nen ein­ge­setzt wur­de.

Der In­stand­hal­tungs­werk in Cott­bus wird das mo­derns­tes der DB. Ab 2024 wer­den hier Züge der wach­sen­den ICE 4-Flot­te ge­war­tet. Die zu­sätz­li­chen Ka­pa­zi­tä­ten in der In­stand­hal­tung kom­men den Fahr­gäs­ten un­mit­tel­bar zu­gu­te: Die Züge sind schnel­ler wie­der auf der Stre­cke und zu­ver­läs­si­ger un­ter­wegs. Das Werk ist da­mit ein wich­ti­ger Schritt auf dem Weg zur kli­ma­freund­li­chen Mo­bi­li­tät.

Das Werk schafft 1.200 neue Ar­beits- und Aus­bil­dungs­plät­ze. Es wird auf Ba­sis des In­ves­ti­ti­ons­ge­set­zes Koh­le­re­gio­nen fi­nan­ziert. Vor­ge­se­hen sind dar­aus In­ves­ti­tio­nen in Höhe von ei­ner Mil­li­ar­de Euro. Mit die­sem Ge­setz un­ter­stützen Bund und Län­der die vom Koh­le­aus­stieg be­trof­fe­nen Re­gio­nen in Bran­den­burg, im Frei­staat Sach­sen, in Sach­sen-An­halt und in Nord­rhein-West­fa­len beim Auf­bau zu­kunfts­fä­hi­ger Ar­beits­plät­ze und neu­er Wirt­schafts­struk­tu­ren.