Was machen eigentlich Fertigungsleiter?

18.09.2026

Zwei Persönlichkeiten, ein gemeinsames Ziel: Das Neue Werk Cottbus zum Laufen bringen

Noch ist Halle 1 des Neuen Werk Cottbus im Aufbau. Doch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Prozesse werden entwickelt, Mitarbeitende qualifiziert, Werkstätten eingerichtet und Entscheidungen getroffen, die den späteren Betrieb prägen werden. Eine Schlüsselrolle übernehmen dabei die Fertigungsleiter. Sie sorgen dafür, dass aus einem Bauprojekt ein funktionierendes Werk wird.

Benjamin Mientus: Immer den Betrieb von morgen im Blick

Für Benjamin Mientus begann der Weg nach Cottbus bereits vor vielen Jahren. Seit 2017 ist er bei der Deutschen Bahn und hat Stationen in Nürnberg, Krefeld und Meiningen durchlaufen – immer dort, wo neue Strukturen entstanden oder neue Instandhaltungskonzepte eingeführt wurden. Als feststand, dass in Cottbus ein neues ICE-Werk entsteht, war für ihn schnell klar: Dort möchte ich mitgestalten.

Heute verantwortet er als Fertigungsleiter die zukünftige ICE-Revision in Halle 1. Obwohl dort noch keine Fahrzeuge instand gesetzt werden, gibt es bereits jede Menge zu tun. Gemeinsam mit seinem Team baut er die Organisation auf, entwickelt Produktionskonzepte, plant Qualifizierungen und sorgt dafür, dass zum Start der Produktion alle Voraussetzungen erfüllt sind.

„Mich motiviert, Abläufe so zu gestalten, dass die Fertigung später sicher, effizient und mit höchster Qualität funktioniert“, sagt Benjamin Mientus.

Dabei geht es um weit mehr als Technik. Gemeinsam mit Bauprojekt, Produktmanagement und den anderen ICE-Werken arbeitet sein Team daran, den Übergang vom Bau in den Regelbetrieb erfolgreich zu gestalten. Besonders wichtig ist ihm dabei der Blick nach vorn: Jede Entscheidung, die heute getroffen wird, soll das Werk auch in Zukunft erfolgreich machen.

Benjamin Mientus - Leiter Instandhaltung ICE Halle 1

Dr. Beatrice Rich: Gemeinsam etwas Neues schaffen

Auch Dr. Beatrice Rich gestaltet die Zukunft des Werks aktiv mit. Als Fertigungsleiterin Komponenten baut sie einen Bereich auf, der künftig unter anderem die Drehgestell-Werkstatt, die Lackierstraße sowie mehrere Spezialwerkstätten umfasst.

Bevor sie zur Deutschen Bahn wechselte, war sie am Aufbau des Forschungszentrums chesco der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus beteiligt und sammelte Erfahrungen in Forschung, Lehre sowie im Projekt- und Qualitätsmanagement in unterschiedlichen Branchen. Die Chance, ihr Wissen nun in einem der größten Industrieprojekte der Region einzubringen, war für sie der entscheidende Schritt.

Ihr Arbeitsalltag ist abwechslungsreich: Prozesse entwickeln, Produktionsabläufe planen, neue Anlagen begleiten, Mitarbeitende aufbauen und zahlreiche Schnittstellen koordinieren. Gleichzeitig verantwortet sie bereits den operativen Oberflächenbereich im Werk.

„Mich motiviert die Zusammenarbeit mit Menschen. Gemeinsam Lösungen zu entwickeln und zu erleben, wie aus Ideen funktionierende Strukturen entstehen, macht diese Aufgabe für mich besonders.“

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Qualifizierung neuer Mitarbeitender. Denn für sie ist klar: Moderne Werkstätten brauchen nicht nur moderne Technik, sondern vor allem Menschen, die Verantwortung übernehmen und ihr Wissen kontinuierlich weiterentwickeln.

Dr. Beatrice Rich - Fertigungsleiterin Komponenten ICE

Ob Fahrzeugrevision oder Komponentenfertigung – beide Fertigungsleitungen verbindet ein gemeinsames Ziel: Sie schaffen heute die Voraussetzungen dafür, dass das neue Werk Cottbus morgen zuverlässig funktioniert.

Dafür entwickeln sie Prozesse, bauen Teams auf, begleiten die Inbetriebnahme neuer Anlagen und arbeiten täglich mit zahlreichen Fachbereichen zusammen. Ihr Anspruch ist dabei derselbe: höchste Qualität, sichere Arbeitsplätze und effiziente Abläufe.