Leidenschaft für Technik

06.03.2026

Projektingenieurin Agnieszka stellt sich vor

Wenn man Agnieszka fragt, wie alles begann, antwortet sie ohne lange zu überlegen: „Mit einem Online-Event und einer ordentlichen Portion Neugier.“
Und diese Mischung scheint bis heute ihr Erfolgsrezept zu sein.

Am 17. Mai 2021 startete Agnieszka ihren ersten Tag im Projektteam des Neuen Werkes Cottbus – noch ohne zu ahnen, wie viele Pläne, Drehgestelle, Termine und technische Überraschungen ihr seitdem begegnen würden.

Projektingenieurin Agnieszka

Bevor Agnieszka zur DB kam, war sie tief in der Welt der kollaborativen Roboter unterwegs – genauer gesagt bei der BMW Group in Leipzig. Dort schrieb sie ihre Diplomarbeit und packte bei einem freiwilligen Praktikum mit an.
Robotik, Produktion, Logistik – Agnieszka versteht Maschinen nicht nur, sie spricht quasi ihre Muttersprache.

Der Weg zur Deutschen Bahn?
Kein Zufall, sondern ein digitales Schicksal:
Beim „Expertentalk zur digitalen Stellwerkstechnik“ traf sie auf eine Recruiterin. Ein Gespräch später wusste sie: Das Neue Werk Cottbus wird mein Projekt. Also bewarb sie sich – und landete direkt mitten in einem Großprojekt.

Heute verantwortet Agnieszka im Bereich Maschinen- und Technik­anlagen eine ganze Reihe anspruchsvoller Aufgaben. Sie sorgt dafür, dass alles, was mit der MTA zu tun hat, qualitäts-, budget- und termingerecht umgesetzt wird. Die fachliche Begleitung von Ausschreibung und Vergabe gehört ebenso zu ihrem Tätigkeitsfeld wie die Planung, Ausführung und der Aufbau der Drehgestellwerkstatt sowie des Drehgestelllagers in der Halle 1. Dazu kommen die Inbetriebsetzung, die Endabnahme und eine vertragsführende Betreuung der Lieferanten. Kurz gesagt: Wenn irgendwo im Projekt große Maschinen eine Rolle spielen, ist Agnieszka nicht weit.

Projektingenieurin Agnieszka

Ihr Arbeitsalltag könnte das Drehbuch für eine Ingenieur-Serie sein: E-Mails, Termine, Planungsrunden, Workshops, Vorabnahmen – und darüber hinaus die Pflege und Erstellung von Projektdokumentationen. Die Mischung ist vielfältig, manchmal herausfordernd, aber immer spannend. Besonders reizvoll findet Agnieszka es, Teil eines einzigartigen Großprojekts zu sein, in dem sie jeden Tag Neues lernt und mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichsten Fachbereichen zusammenarbeitet. Die Einblicke in deren Themenfelder bereichern ihren Arbeitsalltag ebenso wie die technische Vielschichtigkeit der MTA selbst.

Natürlich gab es auch große Herausforderungen – allen voran die Ausschreibung und Vergabe der Drehgestellwerkstatt. Umfang und Komplexität waren beeindruckend und machten gerade diese Aufgabe zu einem echten Praxistest. Da es ihre erste Ausschreibung bei der DB war, lernte sie den gesamten Prozess im „learning by doing“-Modus kennen. Heute blickt sie nicht nur stolz auf diese Phase zurück, sondern profitiert täglich von den Erfahrungen, die sie dabei gesammelt hat.

Besonders viel Freude bereitet ihr die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Planern, Lieferanten und späteren Betreibern. Diese Rolle ermöglicht ihr den direkten Blick über den Tellerrand – und sorgt dafür, dass sie genau dort mitwirken kann, wo Technik, Organisation und Praxis aufeinandertreffen. Ein weiteres Highlight sind die Vorabnahmen der MTA bei den Lieferanten, bei denen aus Plänen endlich echte Maschinen werden.

Aktuell trifft man Agnieszka noch überwiegend am Schreibtisch – schließlich steckt die MTA vielerorts noch in Planung, Abstimmung und Vergabe. Doch die Baustelle ruft bereits, denn sobald die Maschinen- und Technik­anlagen aufgebaut werden, wird sie dort regelmäßig unterwegs sein. Besonders intensive Schnittstellen hat sie schon heute mit dem Hochbau, der TGA, der Fabrikplanung und den Betreiberbereichen – ein großes Netzwerk, das zeigt, wie interdisziplinär ihre Aufgabe ist.

Agnieszka Scharf verbindet technisches Know-how, strategisches Denken und eine gesunde Portion Neugier zu einer Kombination, die das neue Werk Cottbus jeden Tag ein Stück weiterbringt. Und wenn die ersten Maschinen später laufen, wird sie genau wissen, an welcher Schraube, an welchem Prozess und an welchem Meilenstein sie mitgewirkt hat.